Blog / News
11.01.2017
CALLEJON IS DEAD Aftermovie

Die CALLEJON IS DEAD Tour war unfassbar geil!!!

Zieht euch das Aftermovie rein:

06.10.2016
NEW MERCH ARRIVALS!

Neues Merch im Onlineshop!

Wir haben neue Motive für Jungs, Mädels und alles dazwischen in unserem Shop.
Checkt die neuen Sachen auf http://www.callejonshop.com

Viel Spaß, Ihr kleinen Racker!


19.08.2016
CALLEJON IS DEAD TOUR + Special Guests: ROGERS & VITJA

CALLEJON IS DEAD. Rogers spielen Punkrock. Vitja spielen Alternative-Metal. Im Dezember sind wir zusammen auf Tour.

CALLEJON + Special Guests: ROGERS & VITJA

27.12.2016 Berlin: PBHFClub
28.12.2016 Bochum: Zeche
29.12.2016 Hamburg: Markthalle
30.12.2016 Herford: X

Der Vorverkauf beginnt ab sofort.
Exklusive Hardtickets erhältlich auf www.callejonshop.com
Reguläre Tickets erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen und auf www.eventim.de




21.07.2016
40% SUMMER SALE! 22.-24. JULI!

Boys & Girls,

vom 22. bis zum 24. Juli gibt es auf ganz viele wundervolle Designs von uns satte 40% Rabatt!
Checkt www.callejonshop.com!

Es ist der Summer of Love!!!

Cheers,
Eure Callejon-Boys

10.06.2016
CALLEJON sind Headliner beim Rock in Weiler!

Boys and Girls!

Wir headlinen dieses Jahr das Rock in Weiler Festival.
Kommt vorbei, das wird der Ultra-Abriss!!!

Tickets gibt's übrigens hier: http://tickets.rockinweiler.de/

04.12.2015
CALLEJON AUTOGRAMMSTUNDEN AUF TOUR!!

Boys & Girls,

gestern ging die Wir sind Angst Winter Tour los, und die Show in Wolfsburg war schon mal der Oberhammer!
Wir sind aber außerdem während der Tour auch noch in folgenden Städten mit Autogrammstunden am Start:

04.12. LEIPZIG / 16-17 Uhr / EMP Store
05.12. DÜSSELDORF / 16-17 Uhr / Titus Store
11.12. BREMEN / 16-17 Uhr / Titus Store
12.12. MÜNSTER / 16-17 Uhr / Titus Store

Wir freuen uns auf euch, ihr geilen Schweine!

23.11.2015
7 VERDAMMTE JAHRE ZAHQ!!!

Wie die Zeit rennt - unser Album ZOMBIEACTION HAUPTQUARTIER wird heute 7 Jahre alt und wir hauen das Geburtstagsgeschenk raus:
Zu jeder Bestellung auf www.callejonshop.com gibt es von heute an bis einschließlich Mittwoch (25.11.2015) ein ZAHQ-Album gratis dazu. UMSONST!!!
Also nochmal: ZAHQ GRAAAATIIIS!

12.11.2015
"UNTER TAGE" Live Video

Mit "UNTER TAGE" kommt hier das zweite Live-Video von der Blu-ray/DVD "LIVE IN KÖLN" - Veröffentlichung ist am 27.11.2015!

...und im Dezember gibt es nochmal richtig was auf die Ohren: Die "Wir sind Angst" Winter-Tour mit Adept und Tamas startet am 03.12.2015!

Tickets gibt es hier:

Callejon Limited Deluxe Tickets: http://tinyurl.com/m9cfyp6
Impericon Hardtickets: http://www.impericon.com/de/callejon-tour.html
Eventim: http://bit.ly/1eezr57

07.10.2015
"PORN FROM SPAIN 2" LIVE VIDEO

Discostick in your face!!! Schnallt euch an, hier kommt die ultimative Backpfeife:

Das Live-Video zu "Porn From Spain 2" von unserer DVD/Blu-ray "Live in Köln" gibt es hier schon mal vorab zu sehen!

"Live in Köln" könnt ihr hier als DVD + CD oder Blu-ray + CD vorbestellen - als Standard Edition (Digipack), Special Edition (Digipack + limitiertes Posterset) oder Ultra Edition (Digipack + limitiertes Posterset + limitiertes Skateboard-Deck): https://callejonshop.com/de/catalog/default.html?cPath=39

Und Tickets für die "Wir sind Angst" Winter-Tour gibt es hier:

Callejon Limited Deluxe Tickets: http://tinyurl.com/m9cfyp6
Impericon Hardtickets: http://www.impericon.com/de/callejon-tour.html
Eventim: http://bit.ly/1eezr57

01.10.2015
BLU-RAY & DVD VORVERKAUF AB JETZT!!!

Der Vorverkauf für die "Live in Köln" Blu-ray + CD bzw. DVD + CD startet genau: JETZT!

Die exklusive Ultra-Edition (inkl. Limited Skateboard & Limited Poster Set) gibt es ausschließlich auf www.callejonshop.com!

ULTRA EDITION (Digipack: Blu-ray und CD + Limited Skateboard + Limited Poster Set)
http://tinyurl.com/odowhrx

ULTRA EDITION (Digipack: DVD und CD + Limited Skateboard + Limited Poster Set)
http://tinyurl.com/or46eq4

SPECIAL EDITION (Digipack: Blu-ray und CD + Limited Poster Set)
http://tinyurl.com/ndzqnv3

SPECIAL EDITION (Digipack: DVD und CD + Limited Poster Set)
http://tinyurl.com/paewtk7

STANDARD EDITION (Digipack: Blu-ray und CD)
http://tinyurl.com/ooyda8p

STANDARD EDITION (Digipack: DVD und CD)
http://tinyurl.com/pnbo66a


22.09.2015
CALLEJON - "LIVE IN KÖLN"

Das Warten hat endlich ein Ende:
"LIVE IN KÖLN" kommt am 27.11.2015 als DVD und Blu-ray!

07.09.2015
LYRIC VIDEOPREMIERE zu KRANKHEIT MENSCH

Unser Beitrag zum allgemeinen Weltgeschehen - gute Laune vorprogrammiert!

Tickets für die Winter Tour:

Eventim: http://bit.ly/1eezr57

Impericon (Hardtickets): http://www.impericon.com/de/callejon-tour.html

04.09.2015
POSTER GRATIS ZU JEDER BESTELLUNG IM SHOP!!!

Boys & Girls!

Noch bis Montag den 07.09. bekommt Ihr zu jeder Bestellung auf www.callejonshop.com ein Poster Eurer Wahl GRATIS dazu!
Einfach bei der Bestellung unter "Anmerkungen" das gewünschte Poster-Motiv eintragen und ab geht die Post!!

Noch dazu gibt es ein brandneues Poster-Motiv ab sofort im Shop - und das könnt Ihr Euch natürlich auch als GRATIS-POSTER zu Eurer Bestellung aussuchen. Also ab dafür, die Aktion läuft nur noch bis zum 07.09.2015!

01.08.2015
Wacken 2016

Wir spielen nächstes Jahr endlich wieder auf dem metalsten, truesten, teuflischsten Festival der Welt! Wir freuen uns wie Sau auf das WACKEN OPEN AIR 2016!!!

Wem das zu lange dauert, der kommt zur pornösen 'Wir sind Angst' Winter Tour mit Adept und Tamas! Tickets dafür gibt es genau hier:
Impericon: http://www.impericon.com/de/callejon-tour.html
Eventim: http://bit.ly/1eezr57

... und checkt auch mal unser neues Merch - das pimpt Euer Sexleben um mindestens 100% - garantiert!
www.callejonshop.com

08.07.2015
VAINSTREAM

Vainstream - es war unglaublich! Unglaublich heiß, aber auch unglaublich unglaublich!
Hoffentlich seid ihr alle heil geblieben bei der Bullenhitze. Nächste Haltestelle auf der wilden Festival-Fahrt: Traffic Jam

03.07.2015
"WIR SIND ANGST" Winter Tour 2015!

Leute - endlich gehen wir wieder on the road! Auf der "Wir sind Angst" Winter Tour bespielen wir Deutschland, Österreich und die Schweiz. Mit dabei sind außerdem die sexy Schweden von ADEPT und der Berliner Tausendsassa TAMAS! Also schnappt euch gefälligst alle eure Freunde und kommt vorbei:

CALLEJON "Wir sind Angst" Winter Tour / Support: Adept, Tamas

03.12.2015 Wolfsburg, Hallenbad
04.12.2015 Leipzig, Täubchenthal
05.12.2015 Düsseldorf, Zakk
11.12.2015 Bremen, Schlachthof
12.12.2015 Münster, Skaters Palace
13.12.2015 Frankfurt, Batschkapp
17.12.2015 AT-Wien, Arena
18.12.2015 Augsburg, Kantine
19.12.2015 CH-Zürich, Dynamo

Der Vorverkauf startet am 06.07. um 10:00 Uhr auf Eventim.de und ab dem 09.07. an allen anderen Vorverkaufsstellen.
Tickets für Österreich sind erhältlich über www.oeticket.com und für die Schweiz über www.starticket.ch.

12.06.2015
"ICH LEHNE LEIDENSCHAFTLICH AB" Video online!!!

Handbremse gelöst, Fluxkompensator aktiviert, hier kommt das Video zu ICH LEHNE LEIDENSCHAFTLICH AB!
Heavy Metal Payback auf VHS gedreht und direkt aus 1982 importiert. MIT HASS!!!

09.06.2015
VIDEOPREMIERE zu "ICH LEHNE LEIDENSCHAFTLICH AB"

Ladies and Gentlemen, Dudes and Dudettes,
auf www.emp.de gibt es am 11.06. um 18:00 Uhr die Videopremiere zu "ICH LEHNE LEIDENSCHAFTLICH AB" zu sehen. Mit Anlauf voll auf die zwölf, asozial mit Ansage und auf VHS, denn es ist 1982, Baby!!

08.06.2015
ROCK AM RING & ROCK IM PARK

Verdammte Axt, das Ring- und Parkwochenende war ja mal 'ne besonders wilde Rutsche... der meteorologische Vorschlaghammer australischer Temperaturen wird einem ständig um die Ohren gehauen, eine leichte Brise auf dem Zenitpunkt des Riesenrads verschafft kurzzeitige Abhilfe. Zu stark gemixte Cocktails in der Nachmittagssonne machen hingegen alles wieder zunichte, aber bis zu unserem Auftritt ist noch genug Zeit, um sich dreimal zu betrinken und wieder auszunüchtern. Die Show im Alternatent ist fetter als Jabba the Hutt, fast möchte ich glauben die größte Wall of Death der Bandgeschichte gesehen zu haben. Anschließend geht die Welt unter: Mehr Gewitter und Regen hat Noah auch nicht gesehen. Drei Jungs von unserer Crew bekommen dann beim Einladen auch noch indirekt einen Blitzschlag ab. Nach dem ersten Schock ist aber ziemlich schnell klar: Unsere Boys sind stählerne Prachtexemplare der Männlichkeit, die einen Hochspannungsschlag von der Schulter wischen wie einen Mückenstich. Für Dajo, Alex und Lukas ist dann trotzdem eine Übernachtung im Krankenhaus angesagt, auf die Superhelden-Fähigkeiten warten wir leider noch.

Der Samstag bei Rock im Park beginnt nicht weniger subtropisch, aber dank am Vorabend supergünstig erstandenen Bodycount-Caps kann man zumindest den unmittelbaren Hitzetod abwenden. Ich ziehe ernsthaft in Erwägung, Crystal Meth gegen meinen Heuschnupfen zu probieren, aber dann tut's auch die Kombi aus Nasenspray und 7up. Heute sind wir etwas früher dran mit der Show als gestern, trotzdem ist die Alternarena (welcher Otto denkt sich diese Namen aus?!?) proppevoll, die Leute haben unendlich geilen Bock und die Show geht hart ab! Nach uns verkünden Bodycount (natürlich feat. Ice-T) lauthals, dass sie gewillt sind, ein Darlehen zurückzuzahlen, und dass es anscheinend an der Bar freie Shots gibt, wenn man nur genug Mist erzählt. Leider ist danach recht bald Aufbruch angesagt, aber nächstes Wochenende steht ja direkt das Novarock auf dem Plan... bitte genauso geil, nur ohne Blitzeinschlag, dafür mit extra Gurke im Gin, vielen Dank!



Photos by viktor-schanz.de

09.03.2015
Actionhorns Callejon Tourblog – Tag 15: Saarbrücken

Finale, oleee oleee! Als für jede Begeisterung für Fußball völlig unempfänglicher Mensch bieten sich mir nur wenige Möglichkeiten, diese Worte lauthals durch die Straßen zu grölen. Heute in Saarbrücken ist es endlich wieder mal so weit. Doch der euphorische Adrenalinspiegel aus Köln hält nur bis der Kater richtig einsetzt, und so mischen sich leichte Kopfschmerzen und erste Wehmut darüber, dass diese Tour morgen tatsächlich vorbei ist. Aber noch ist es nicht soweit, also erstmal hinterm Club auf den Bürgersteig setzen und ungeduscht die Sonne genießen. Kotsche und Nico sind mit im Abhäng-Boot, und keine zehn Minuten später sind wir die geilsten drei Typen, die heute in Saarbrücken Gartenstühle auf die Straße stellen. Mit hochgelegten Füßen macht es gleich doppelt Spaß, den AnnIsOkay-Jungs beim Ausladen des Tourvans zuzuschauen – auch hier gibt es, ebenso wie bei den Badass Dudes von Vitja, einige Hangover-gepeinigte Mienen zu bestaunen. Als kleiner Überraschungsgast trudelt dann auch noch Aushilfs-Drumtech hilarious Marius ein, der uns gleich mal in die Innenstadt entführt und sich durch das exorbitante Anpreisen des Saarbrückener Fastfood-Lokalkolorit (aka. Rigatoni mit Tomaten-Sahnesauce und Käse überbacken plus dreifach aufgetragenes Maggi und Tabasco) mächtig aus dem Fenster lehnt. Danach bei mir: kompletter Magenverschluss. Das ist aber nicht mehr meine größte Sorge, denn mit Befriedigung des unmittelbaren Katerhungers merke ich, dass die von Tim Schulte eingeschleppte und bereits an Basti weitergegebene Tourpest mich als nächstes Opfer will. Als wäre das gerade überstandene Siechtum nicht genug gewesen... egal, den Gedanken schiebe ich für den Moment beiseite, denn Kotsche und Guitartech Olli wollen weiter in die City, insbesondere der Entenboy alias Christoph Koterzina nörgelt beständig herum, was sich aber schließlich durch Besuch der nächstgelegenen Eisdiele beheben lässt.

Zurück an der Venue ist Basti auch endlich angekommen, der ja als immenser Virenträger mit dem Zug anstatt im Tourbus zu reisen verdammt ist. Aber nach endlosem Medikamentenkonsum und der daraus resultierenden Zwangsnüchternheit auf beinah der kompletten Tour ist Bastibasti heute endlich am Start, und das heißt: bereit für Drinks und Zigaretten. Ich hingegen fühle mich immer elender, was mich dazu veranlasst, meine heutigen Interviewtermine den anderen Boys zuzuschieben und die einzige Badewanne auf dieser Tour für das zu nutzen, wofür sie konzipiert wurde. Leider habe ich meine Rechnung ohne den saarländischen Wasserdruck gemacht, und so ist es eher eine feuchtwarmes Getröpfel, das in die Wanne fließt. Klamotten nebenan im Backstage, die getragene Wäsche in die nasse Badezimmerecke gepfeffert, Badewanne zu zehn Prozent gefüllt, na geil. Ich warte – nackt, frierend, krank, den Tränen nah – gefühlte dreieinhalb Ewigkeiten im Bad, bis die Wanne annehmbar gefüllt ist. Der rechte Lohn, man glaubt es kaum, ist ein heißes Vollbad, aber jetzt wieder für eine Show an den Start zu kommen erscheint als absolutes Ding der Unmöglichkeit. Ich löse das Dilemma für den Augenblick mit der altbewehrten Tour-Doppelmoral: Heißer Tee und Aspirin gegen die Krankheit, kalter Wodka und Überbrückungs-Zigarette für die Show. Basti dreht heute richtig auf, keine Show morgen, keine Stimme, die geschont werden muss, keine Gefangenen, die heute gemacht werden. Alle sind am Start, ich bin jetzt schon am Ende... aber egal, der Wille siegt, wo der Körper protestiert, und die bestens aufgelegte Crowd in Saarbrücken macht es uns nicht schwer, noch mal alle Reserven rauszuholen.

Während der Show merke ich dann, dass Kräutertee vor dem Konzert nicht die scharfsinnigste Idee ist, wenn man 90 Minuten lang keine Chance auf eine Toilette hat. In der Mitte des Sets kommt dann ein Lichtblick in Form von Max Kotzmann performt sein geiles Drumsolo. Leider gibt es hinter der Bühne keine Toiletten, die Zeit drängt, das verdammte Solo dauert nur 'ne Minute, also muss die Wasserflasche herhalten – sorry an denjenigen, der sie am Ende entsorgen musste. Punktlandung, Solo genau vorbei, wenigstens das klappt. Am Ende von Porn from Spain 2 kommen dann auch noch die geilen Typen von Vitja und AnnIsOkay auf die Bühne, um mit uns Party zu machen – Publikum, Bands, Crew, alle flippen aus, und ich wünschte, ich wäre gesund. Es ist eine fette Sause, die da auf der Bühne abgeht, der Song klingt aus, es läuft Journey, und die Tour ist vorbei... WAS, GANZ GALLIEN? Nein, nein, ein kleines Dorf namens Aftershowparty setzt sich heftig zur Wehr... als unsere ganze Bagage geduscht und umgezogen ist, kommen aber erstmal die Boys von Vitja vorbei und sind so geile Typen, dass sie Champagner und Whisky mitbringen – die Jungs wissen, wie man feiert! Auch die Okayen Anns lassen sich nicht lumpen und zack – ist der Backstage voll mit rauchenden, saufenden Metal-Atzen. Die meisten der Boys machen danach die 80er/90er Party unsicher, ich bin aber tierisch im Arsch und gehe straight Richtung Bus und ab in die Koje. Meine Fresse, die Tour war echt eine unfassbare, geile, wilde Actionfahrt! Trotz aller Gebrechen hatten wir unglaublich viel Spaß, megafette Konzerte, unzählige geile Momente, wir durften viele neue, ultranette und faszinierende Menschen kennenlernen, und alle, die bei den Konzerten waren, sind der absolute Hammer – DANKE! Danke an Euch geile Fans, an die geilen anderen Bands, an unsere geile Tourcrew, Filmcrew, Management, Booker, Labelfuzzis, Mama, Papa, Family, und am meisten natürlich an die GEILHEIT!!! Es war nicht das letzte Mal – BÄM!!!

07.03.2015
Actionhorns Callejon Tourblog – Tag 11 bis 14: Rostock, Nürnberg, Erfurt, Köln

Dass der Tourblog in jüngster Vergangenheit sträflich vernachlässigt wurde, lässt sich wohl kaum noch kaschieren. Aber von Krankheit und Elend gebeutelt hätte ich nur Dinge zu Papier (respektive zu verdrecktem Laptopdisplay) bringen können, die wirklich niemand hätte lesen wollen. Also gibt’s jetzt die komprimierte Blog-Intensivkur.

Der Mau Club in Rostock ist gefährlich nah am Wasser gebaut und die heimischen Möwen sehen ziemlich bedrohlich aus. In einem gefährlich nach Schützenfest aussehenden Zeltpavillion drehen zwielichtige Personen am Sparnferkelspieß. Die kleinste Venue der Tour wird von unserem Bühnenbild erstmal erdrückt, aber wieder brechen Lichtmann Fabi und Stagemanager Lukas alle Gesetze der Physik und bringen das Equipment irgendwie auf der Bühne unter. Am Nachmittag gibt es dann eine emotional sehr intensive Begegnung mit einigen Fans, die Stimmungskurve geht steil nach oben, und die Show geht dank extremem AZ-Feeling so richtig ab.

Obwohl wir am nächsten Tourtag in Nürnberg weilen, wähnt sich unser Booker Nico stundenlang in Jena und wundert sich ziemlich über die fränkische Einfärbung im Tonfall. Das Nürnberger Publikum weiß dann durch extremes Mitgröhlen zu begeistern. Fett war's!

Erfurt macht dann erstmal durch die malerische, autolose, dafür aber Straßenbahn-intensive und an Kirchen reiche Innenstadt alles klar. Außerdem ist der hammerharte Gast-Guitartech Matthias aka. Lauchkarpfen am Start und schnuppert eine Prise freudloses Tourleben. Aber auch hier: geile Show, geile Leute, geiles Erfurt.

Dann kommt der große Tag: Köln E-Werk, Heimspiel, größte Show der Tour, nicht geprobte Special Effects, DVD-Aufzeichnung, der Druck steigt. Heute ist frühes Aufstehen angesagt, ich mache einen kurzen Abstecher nach Hause, zehnfach konzentrierter Filterkaffee und die eigene Dusche bringen mich hart nach vorne. Dann kurz beim Fahrradgeschäft vorbeigeschaut, denn der Tourmanager verlangt für die Kameraaufzeichnung schwarze Trinkflaschen. Zurück am Club ist die Größe der Halle immer noch beeindruckend, es wird eine Menge Equipment gerödelt, die Live-Regie für die Aufzeichnung sieht eher nach Atomraketen-Abschusszentrale aus. Dann kommt die Durchlauf-Besprechung für die Show, spätestens die Pyrotechnik-Einweisung lässt dann doch eine minimale Nervosität einsetzen. Der richtige Gehirnaufweicher kommt dann aber in Form von vier Folgen Dr. Snuggles hintereinander... keine psychedelische Droge der Welt kommt an diese Wirkung heran. Anders, aber auch verrückt, ist, was am Einlass passiert: Der zweite Besucher, der das E-Werk betritt, hat seinen Brechreiz anscheinend so lange zurückgehalten, bis die Türen aufgehen, um als erste Amtshandlung ins Foyer zu kotzen. Sägespäne schaffen beim Geruch Abhilfe, machen das Bild aber nicht unbedingt schöner. Naja.

In Anbetracht des heutigen Events ringe ich mich ein einziges Mal auf dieser Tour dann doch dazu durch, mich vor der Show ordentlich aufzuwärmen. Gerade noch kurz am Longdrink genippt, und auf einmal läuft das Intro. Krass. Die Bühne ist groß, der Kabuki fällt, die Leute schnallen ab, und es ist heftigster Affenalarm. Diese Show ist mit Abstand das heftigste, intensivste, emotionalste und geilste Konzert, das ich bis jetzt gespielt habe. Papa ist heute Abend stolz auf mich. Nach fettem Abfeiern der Leute zu „Don't stop believing“ habe ich die Aftershow-Dusche mehr als nötig. Gegen 01:00 Uhr hat Tonmann Alex noch die unschlagbare Idee, auf ein bis zwölf Getränke ins um die Ecke gelegene Metalpub einzukehren, das den klangvollen Namen „Valhalla“ trägt. Es geht hart ab, es werden Fäuste gereckt und Manowar-Texte mitgegröhlt, unser einziger Single Nico hat auf die metallische Damenwelt nicht ganz die erhoffte Wirkung, trotzdem ist der Abend der Hammer. Eine Minute vor Abfahrt schaffen Alex und ich es dann doch noch zum Bus, ich falle in die Koje wie ein ausgeknockter Hamster vom Laufrad. Danke Köln, es war mega.

28.02.2015
Actionhorns Callejon Tourblog – Tag 10: Magdeburg

Maschdebuärsch, deine Anmut hat mich verzaubert. Der Blick aus dem Nightliner-Fenster nach Ankunft offenbart einen hinter Steampunk-Industrie-Charme getarnten Nuklearschrottplatz, der sein wahres Gesicht offenbart, sobald man sich die Handflächen am rostigen Gitterzaun aufreißt. Eine beeindruckende Menge geleerter Schnapsflaschen bezeugt vorhandene Thekenqualitäten der Magdeburger.

Die Halle beeindruckt durch künstlerisch wertvolle Paintbrushzeichnungen und nicht vorhandene Temperatur. Also hier abhängen schon mal No-Go, ab in den Backstage. Die Beschilderung des WC ist eigentlich hinfällig, denn der Amoniakgeruch kommt immer nur aus einer Richtung. Lichtmann Fabse nimmt die Sache sprichwörtlich selbst in die Hand und schnappt sich den Wischmop, was original gar nichts verbessert. Die sowieso latent in der Luft hängende Swingerclub-Atmosphäre vervielfacht sich mit Entdeckung des Whirlpools. Blubberblasen sind aber kaputt, die Tour ist eine Aneinanderreihung der maßlosen Enttäuschungen. Neuorientierung beim Catering. Der Backstage ist im Keller des Clubs, der Cateringraum ist im Untergeschoss vom Backstage. Nahrungsaufnahme aus dem Kellerloch. Kotschbert schnabuliert mit dem schaumgeborenen Venus-Löffel am Joghurt herum und mokiert sich über zu hohe Temperatur am Milchprodukt. Alles ist so unaufregend, dass ich mich zu Fifa 15 überreden lasse, haushoch gegen Kotsche verliere (jedenfalls auf dem Papier, in Wirklichkeit war aber alles ganz anders). Ich bin wirklich sehr aufgebracht, Tekken VI macht es nicht besser. Dann halt doch diesen vermaledeiten Blog schreiben, aber das rotzverhurte Internet ist gegen mich, das Bild lässt sich einfach nicht hochladen, alles Schreien und Fluchen hilft nichts und ich wünsche mir einfach nur, ich wäre doch gestern schon gestorben. Thorsten Becker ermahnt mich ein weiteres Mal, mich gefälligst showfertig umzuziehen. Aaah, klamme Bühnenklamotten, herrlich...

Dann hammerharte Show. Das Kabuki verfehlt meinen Kopf um Millimeter. Touren am Limit. Die Muppetshow wird auch heute wieder hart abgefeiert, unsere bekloppten Fans bedenken uns mit einer krassen Blitzkreuz-Flagge, ich starte beim Abschlussfoto ein hartes Battle mit Kotze und Kotsche um den zurückgebliebensten Gesichtsausdruck. Nach der Show gibt es endlich das vollkommene Duscherlebnis mit Handtüchern im Standardmaß 1x1 cm. Ich lege alle Frustrationsgefühle meines Lebens (davon gab es reichlich) in meine Tekken VI-Performance. Kotsche bringt einen angeblichen Bekannten in den Bus, der tatsächlich mit dem zukünftigen Ultrabürgermeister von Magdeburg verkehrt. Ein paar Shots Helbing später lallt die politische Prominenz unverständliches Kauderwelsch und trägt den Schnörri zum überbreiten Grinsen. Das Tourleben macht mich einfach fertig, ich geh ins Bett, vielleicht ist ja morgen alles vorbei...

27.02.2015
Actionhorns Callejon Tourblog – Tag 9: Kassel

Heute kommt dieses dreckige Stück Blog dann halt noch später. Wenn's dir nicht passt, lies doch was von jemandem, der gerne schreibt. Als wäre es nicht schon Strafe genug, mit diesem rotzverhurten Schweinehaufen auf Tour zu fahren. Naja, dann halt Kassel.

In der Absicht, auch meine letzten sozialen Kontakte endgültig zu kappen, trete ich jedes Tourfamilien-Gefühl mit Füßen und spare mir die Nightlinerfahrt, um am Donnerstag ganz elitär selber mit dem Zug nach Kassel zu reisen. Anscheinend hänge ich aber sowieso schon tief im Karma-Dispo, denn jedes Mal, wenn ich einen Sitzplatz ergattert habe, der dem Anschien nach weit weg von allen anderen zugfahrenden Menschen ist, schickt mir das Universum eine Gruppe rotznäsiger, übergewichtiger, lauter Kinder, oder Rentnerehepaare, deren Hörgerät-Batterien leer sind. Danach gibt es eine kurze, aber dafür gut geheizte Taxifahrt durch das beschauliche Kassel. An der Venue angekommen, bietet sich mir ein Anblick, der sich kaum vom üblichen Tourtrott unterscheidet. Jappo der Merchkönig nuckelt an der Sportzigarette, diverse Crewmitglieder rollen schwer aussehende Cases durch einen Club, in den vielleicht die Hälfte unseres Bühnenequipments passt, Mischpult-Diktator Alex bläst zum Zapfenstreich, weil wir anderthalb Minuten hinter dem Zeitplan liegen. Als große Überraschung entpuppt sich der gestutzte Bart von Guitartech Olli – mein Leben ist spannender als die letzten beiden Sequels von 'The Fast and the Furious' ZUSAMMEN! Soundcheck findet, glaube ich, auch irgendwie statt, beim anschließenden Dinner schafft es Tonmann Alex, durch arglistiges Verschweigen wichtiger Informationen (er ist nicht der Sänger der Band) und durch schamloses Geschleime bei der Bardame, sich seinen Sonderwunsch in Form eines geriebenen Apfels zu erschleichen. Lordi Lord aka. Bastibasti aka. der Krankheits-Waschbär gesellt sich zum niederen Pöbel, weiß diesen aber auch durch unnachahmbare Sänger- Ausstrahlung auf Abstand zu halten. Kotsche ist natürlich in seinem disziplinierten Sport-Gehabe eingeknickt und heult mir irgendwelche diffusen Ausreden vor. Thorsten ist vollständig im Jogginghose-plus-Parka-Look angekommen, was ihm eine gewisse Aura gleichgültiger Autorität verleiht. Aber auch die Boys von Vitja wissen durch ihre wunderschönen Karpfen-Körper zu entzücken.

Die Show wird diesmal ein Feuerwerk der Zirkusgefühle. Ich stolpere mit 160 km/h Startgeschwindigkeit über ein Kabel und bin endlose Sekundenbruchteile dem Tode näher als dem Leben. Dann kometenhafter Einschlag auf dem Bühnencase. Du magst diese Schlacht gewonnen haben, verfluchte Schwerkraft, aber der Krieg ist noch lange nicht entschieden! Aber sonst alles fett wie immer. Nach der Show wird Basti krankheitsbedingt aus dem Nightliner aussortiert, damit sich die verfluchte Tourpest nicht noch weiter ausbreitet. Ich hingegen lasse es mir nicht nehmen, jeden, der es wissen will, bei Tekken VI anzupissen. Endlich sind alle sauer auf mich – Mission complete, ab ins Bett...

26.02.2015
Actionhorns Callejon Tourblog – Tag 8: Berlin

Ja ja, ich bin hart spät dran mit dem verdammten Blog. Mein ewiger Nemesis Christoph Koterzina würde mir am liebsten ein verdammtes Verspätungsbußgeld aufs Auge drücken, dieser miese, missgünstige, in Berlin beheimatete Emporkömmling. Also Blog über Berlin. Geil, ich glaub so was gab's noch nie – mein Bock steigt ins Unermessliche.

Zusammengekniffenen Auges aus dem Bus gestiegen, finde ich mich auf einem Parkplatz zwischen Bauhaus und Spielothek wieder. Keine Ahnung, wo ich hin muss. Ich geh einfach mal Richtung Stahltreppe, wo die gefährlich aussehenden Türsteher grimmig in die Gegend starren und bin direkt richtig. Ich wünschte, es wäre danach Interessanteres passiert, als die unaufregende Dreifaltigkeit aus Frühstück, Dusche und Soundcheck. Danach geschehen zwei Interviews, das letztere dann zusammen mit Max Freiherr Kotzhelm von Kotzingen zu Kotzmann. Ich entscheide mich für Bier statt Ingwertee und somit für euphorisierten Schwachsinn anstelle von informativen Antworten. Eigentlich ist dieses verdammte bloggen ja auch nichts anderes, nur ohne gute Laune. Zwischendurch gibt es dann eine ziemlich emotional angekündigte Tattoosession, bei der Basti, Thorsten, unser Tourmanager Lars, Guitartech Olli, Mercher Jappo, Lichtboy Fabse, Booker Nico, Vitja-Dave und meine Wenigkeit sich ein schmuckes Tour-Tattoo verpassen lassen. Kotsche und Kotze entscheiden sich auch weiter für den Kinderkörper, auch wenn Kotschbert mir glaubhaft versichert, bald Faultiere in stilisierter Pose auf seiner Brust zu tragen. Danach geiles Meet and Greet mit einem geilen Haufen Fans im heißesten Raum Berlins. Mehr Bier macht mehr glücklich, aber auch mehr Urin. Dann umziehen – Bühnenklamotten starten einen Giftgasangriff und alle Artikel werden vom allgemeinen Tourprekariat beschlagnahmt. Blog ab jetzt nur noch in kryptischer Verschlüsselung erhältlich.

Ab auf die Bühne, das Huxleys hat eine Deckenhöhe bis zum verschissenen Saturn. Die Show ist fett und die Leute tilten aus, aber der dem Empfinden nach 12m breite Graben lässt einen glauben, das Publikum steht irgendwo in Spandau. Egal, trotzdem geil, Nico und Tarek von K.I.Z. Rocken die Scheiße fett und nach der Show wird der Catering-Raum kurzerhand zur Gäste-Party-Location inklusive B-Prominenz umfunktioniert. Es werden Gespräche geführt und Drinks gekippt, dann irgendwann ist die Bar leer und ich bin kurz davor, in Tränen auszubrechen. Aber unser Lichtmann Fabian rettet den Abend und meine Laune mit Gin und Tonic. Schließlich werden die Leute vom Club nicht müde, uns daran zu erinnern, dass wir schon vor einer halben Stunde hätten gehen müssen. Naja, dann halt Bus-Party. Unser Booker Nico entscheidet sich, in Berlin zu bleiben, und wird prompt in einer Bar angekotzt – hätte ich nicht besser hinbekommen. Die wilde Fahrt geht wieder los, also WECH VONNE STRASSE!

Photos by viktor-schanz.de

21.02.2015
Actionhorns Callejon Tourblog – Tag 7: Dresden

Auf der Fahrt nach Dresden steigt erstmal die hammerharte Kuscheltierparty mit Pingu und Esel. Kotsche ist zu Tode betrübt, ohne entsprechenden Plüschfreund unterwegs zu sein, missversteht aber die von Fabian ersatzweise gereichte Banane als Freund zum reden. Nachdem ich in der Nacht das eine oder andere Todesröcheln von mir gebe, ist am morgen endlich ein wenig Besserung in Sicht – dafür hat sich jetzt Basti mit der Tour-Pest angesteckt. Na geil, Bronchitis ist als Sänger ja der fleischgewordene Traum der Tourneekrankheiten. Allerdings weiß Dresden heute auch mit strahlendem Sonnenschein zu bezaubern. Perfektes Wetter, um mit den anderen Affen Boys-in-da-hood-like auf der Hallentreppe abzuhängen und Kotsche beim Sport zu demotivieren. Nach eisern durchgezogenem Programm ist Kotschbert vollkommen erledigt, sieht aber immer noch genauso alt aus wie vorher.

In insgesamt ziemlich erbärmlichem Zustand findet sich die Band dann zum Soundcheck auf der Bühne ein und die Reithalle kracht und knattert wie eine unzulässig getunte Vespa mit Magenverschluss. Thorsten und unser Booker Nico geben sich als Bessergestellte nicht die Blöße, danach mit dem dreckigen Rest unserer geistig zurückgebliebenen Erlebnisreisegruppe zu speisen, sondern suchen sich den hipsten Veganerladen der Stadt. Als Kotsche und unsere rauchende und fotografierende Monitorstute Tim Schulte ebenfalls nach exotischen Freizeitaktivitäten verlangen, erkläre ich mich dazu bereit, mit ins kulturell pseudo-interessierte Ausflugsboot einzusteigen, lasse die Beiden dann aber eine Dreiviertelstunde warten, um meinen Vortags-Blog fertigzustellen. Dresden entpuppt sich dann als eine architektonisch und historisch sehr beeindruckende, gleichzeitig auch überraschend leere, lautstärkearme und insgesamt etwas unaufregende Stadt. Immerhin locken ein heimisches Brauhaus und eine wirklich überdimensionierte Saturn-Filiale, in beiden Fällen können wir nicht widerstehen. Derweil greift Lars als Tourmanager hart durch und entwendet als erzieherische Maßnahme die Bong von Vitja-Sänger Beule. Wieder zurück am Club ist es auf einmal Zeit, sich showfertig zu machen, wie mir von mehreren Seiten signalisiert wird. Also ab die wilde Luzie, heute ist es auch so richtig geil, ich schwitze mein dreifaches Körpergewicht auf der Bühne aus, die Leute sind wild, stagedivend, abfeiernd und wunderschön. Fette Scheiße!

Nach all dieser konzentrierten Geilheit ist die eine Pizza, die für die komplette Band plus Crew als Aftershow-Snack offeriert wird, dann allerdings doch eine mittelschwere Enttäuschung. Trotzdem bleibt die Stimmung gut, Nico lässt den harten Hooligan raushängen und zerstört einen Spiegel, und endlich wird auch in den ungelüfteten Kellerräumen, in denen sich der Backstage befindet, ordentlich geraucht! Im Bus werden von Nico und Lichtmann Fabian randvoll mit Pfeffi gefüllte Kaffeebecher gekippt. Trotz aller Partylaune lassen Basti und ich den Besserwisser raushängen und begeben uns recht bald zur Nachtruhe. Nächste Show: Hauptstadt, Atze!



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20.02.2015
Actionhorns Callejon Tourblog – Tag 6: Hamburg

Ich wache in Hamburg auf und bin natürlich nicht über Nacht gesund geworden. Na, egal, dann bleibe ich halt einfach bis zum Soundcheck im Bettchen liegen. Die hochprofessionellen Schilder, die über den Weg zum Backstage informieren, werden von einer garstigen Person entfernt, die vorgibt, dies im Auftrag des Gebäudeinhaber zu tun, an dessen Wand besagte Schilder befestigt wurden.

In meiner Welt passiert dann auch nicht mehr viel aufregendes bis zum Soundcheck, mal abgesehen von dem Clubtürsteher, der ein Bestechungsgeschenk einfordert, und der von Basti erzwungenen Mundschutzpflicht für Kotze und mich. Scheiss drauf, jetzt auch noch diskutieren machen meine Nerven nicht mit. Nach vollzogener Soundcheck-Pflichtübung macht sich der gesunde Teil der Travelparty auf zur Hafenrundfahrt, ich hänge im Bus ab und wünsche mir, es wäre morgen. Unser Tourmanager Lars erniedrigt Vitja-Sänger Beule ziemlich gnadenlos bei Fifa 15 auf der Playstation. Es wird die allgemeine Erfahrung gemacht, dass Kohlsuppe die Gasbildung im Magen-Darm-Trakt begünstigt. Dank der Aspirin-Komplex-Dröhnung von unserem Busfahrer komme ich für die Show dann doch noch so halbwegs in den Show-Modus.

Geiles Konzert, die Hamburger kreischen sich wieder mal in mein Herz. Danach eine nihilistische Dusche, einmal kurz am Champagner genippt und wieder ab ins Bett. Aus dem Affengebrüll, das aus der Buslounge dröhnt, lässt sich ziemlich genau die Anzahl der Helbing-Kümmelschnaps-Kurzen bestimmen, die heute Nacht vernichtet werden. Mit fortschreitender Stunde lassen sich aus dem Besoffenheits-Kauderwelsch nur noch Bruchstücke verstehen, anscheinend werden neue, hammerharte Saufspiele entwickelt. Egal, mich schockiert nichts mehr auf dieser Tour. Morgen Dresden – wenn ich dann immer noch nicht gesund bin, werte ich das als persönlichen Affront!



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19.02.2015
Actionhorns Callejon Tourblog – Tag 5: Dortmund

Ich bin krank und hab echt sowas von überhaupt gar keinen Bock auf diesen verschissenen Tourblog! Anscheinend ist da aber doch noch ein mikroskopisch kleiner Restbestand an Pflichtbewusstsein, der mich zumindest dazu bewegt, ein paar Alibi-Zeilen rauszuhauen, bevor dieser miese, speichelleckende, möchtegern-eloquente Wichtigtuer Christoph Koterzina meine Blogging-Krone an sich reißt...

Wie gesagt sind wir nach der Hannover-Show morgens am Rosenmontag in Düsseldorf gestrandet. Am Hauptbahnhof verlangt ein professioneller Pfandsammler mitsamt Bollerwagen voller Pfandflaschen lautstark nach noch mehr Pfandflaschen. Er steckt in einem täuschend echt wirkenden McFitti Kostüm. Als ich am Bahnsteig Richtung Köln stehe, schwant mir Schreckliches. Und natürlich kommt es, wie es kommen muss: Überfüllter Zug, besoffene Jecken, als Musik getarnte unzumutbare Laute, alle Facetten menschlicher Gerüche auf wenigen Quadratmetern. Karneval ist wirklich das Allerletzte, was einer Gesellschaft widerfahren kann, der kulturelle Suizid als die bereitwillige Annahme geistiger Umnachtung in Gestalt rheinischen „Frohsinns“. Ich bin mir fast sicher, diese Fahrt nicht zu überleben. Zwar komme ich dann doch irgendwie zuhause an, aber die Freude währt nur bis zum nächsten Tag, denn dann donnert mir Bronchitinger der Gnadenlose seine schleimige Faust an die Brust. Na geil, endlich wieder krank auf Tour.

Kotsche, Olli, Thorsten & Torsten, wie auch Viktor geben sich die Altbier-Dröhnung beim DEG-Spiel inklusive Eishockey-Anfänger-Fanschal, ich versuche mich hingegen an verschiedenen Schleimlösern, Entzündungshemmern und Vitaminpräparaten. Nach einer unentspannten Nacht fahre also am Mittwoch, von Siechtum und Elend gezeichnet, direkt zum FZW nach Dortmund, komme eine dreiviertel Stunde zu spät zum Soundcheck und gebe nicht einen einzigen Fick drauf. In den nächsten Stunden wird abgehangen und sich so wenig bewegt wie möglich. Ich glaube, die Show ist geil, bin mir aber nicht sicher, denn zunehmender Fieberwahn und harte Stroboskop-Salven schränken meine Wahrnehmung ein. Nach der Show geht’s direkt ab in die Koje. Ich nehme mir fest vor, am nächsten morgen gesund in Hamburg aufzuwachen. (Wird nicht klappen.)

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16.02.2015
Actionhorns Callejon Tourblog – Tag 4: Hannover

In Hannover weckt mich Kotsche in bester One-Night-Stand-Manier mit Kaffee am Bett: Faith in humanity restored. Es sind nun mal die kleinen Gesten, die den sozialen Grinch und berufsmäßigen Tour-Isegrim Bernhard Action Horn zum handzahmen Philanthropen machen. Andere hingegen sehen heute allen Grund zur Beschwerde, wie bereits die wilde Flucherei von Lichtmann Fabian und die starrsinnige Schicksalsergebenheit von Stagemanager Lukas beim Entladen des Trucks belegen. Im Backstage sieht es nicht anders aus: Unser Guitartech Dr. Olli Awesome fühlt sich durch den Zeitungsumblätterer aus der Hölle in seiner Nachtruhe empfindlich gestört und macht Evil Kotzmann als den schuldigen aus. Basti hat in seiner Koje anscheinend die zweite Eiszeit erlebt, weiß aber in bester Tourprofi-Manier seine Stimme mit heißem Ingwertee zu retten. Kotsche wird zum Dank für eine wirklich umfangreiche Foto- und Autogrammsession von einem angeblichen Fan via Facebook mit wüsten rassistischen und sexistischen Beleidigungen bedacht und steht kurz davor, zurück nach Karlsruhe zu fahren und den Typen ins siebzehnte Jahrhundert zu boxen. Aber zur Beruhigung der Gemüter besucht uns der wunderbare Fotoartist Viktor Schanz und labt sich an unseren Tortillachips-Vorräten.

In der Konzerthalle ist mittlerweile kein Platz mehr, weil wir uns wiedermal zum Bühnenbild-Inferno der Marke Fabian Müller haben breitschlagen lassen. Irgendwie kriegt die Crew dann aber doch alles auf die Bühne, und auf einmal sieht es wieder mega aus. Derweil ist unser Busfahrer Torsten der geilste Typ der Welt, der nicht nur unseren Nightliner, sondern direkt auch den Van von Vitja mit Meister-Proper-approvter Gründlichkeit in neuem Glanz erscheinen lässt. Kotze simuliert weiterhin unerbittliche Entschlossenheit was sportliche Aktivitäten angeht. Unser Bassmonster Thorsten hingegen gönnt sich das Faulenzer-Komplettpaket und vergräbt sich mit Family Guy in die Ritzen unserer Bus-Couch. Ganz im Gegensatz dazu lässt mir der Zigarettenautomat im Musikzentrum keine Gelegenheit zur Entspannung, zu vehement lehnt er alle EC-Karten dieser Welt ab... ich bin den Tränen nah und gehe aus purem Trotz zum Catering. Doch auch hier bahnt sich nichts Gutes an: Zu wenig Nahrung, zu wenig Besteck und der so titulierte Milchreis kennt die Milch allenfalls als lange verschollenes Familienerbstück. Gib dreißig Typen nichts Vernünftiges zu essen und ganz schnell werden sicher geglaubte Grenzen eingerissen. Basti hält einen flammenden Vortrag über den Genuss von Menschenfleisch, ich bekomme es mit der Angst zu tun und flüchte mich in den Bus. Dann halt Rotwein. An der Konsole versagen Kotsche und ich grandios an Gran Tourismo, Busfahrer Torsten aber lässt in Monza alle alt aussehen und so langsam schnallen wir, warum wir immer schon so früh am nächsten Venue sind. Die verdammte rote Traube macht mich träge und schläfrig, beste Voraussetzungen also für eine ausverkaufte Show.

Adrenalin und Vorfreude machen dann aber wieder alles klar, die Hannoveraner hauen so viel Stagediving-Kompetenzen heraus, dass die Show der ultimative Muskelaufbau-Trainingsplan wird. Neben aller ironischer Belächelung von eigentlich allem muss ich zugeben, dass diese Tour unglaublich viele geile Gänsehaut-Momente bereithält. Die nach dem Konzert georderte Pizza versöhnt dann auch wieder die Mägen mit den Geistern. Um zwei Uhr morgens geht dann die wilde Fahrt Richtung Düsseldorf, so dass wir pünktlich zum Rosenmontagszug alle Feinheiten des rheinischen Straßenkarnevals aka der lokalkulturellen Pest auf Rädern genießen können.



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15.02.2015
Actionhorns Callejon Tourblog – Tag 3: Wiesbaden

Ich werde viel zu früh wach, bleibe aber als mittlerweile in die Jahre gekommener Morgenhasser aus Protest noch unendlich lange in der Koje liegen. Vor meinem Fenster steht unser Backline-Truck, so dass mir der Blick auf das malerische Wiesbaden bis hierhin erstmal verwehrt bleibt. Der Schlachthof ist eine echt geile Location, aber unsere Crew macht mit ihrer verbohrten Arbeitsmoral alles kaputt, indem der Soundcheck noch früher (!!!) als angesetzt stattfindet. Einzig der Plüschaffe von Guitartech Olli bewahrt mich vor dem totalen Nervenzusammenbruch. Ein halbseniler Kindskopf in Form von Booker Nico feiert derweil unseren Soundcheck mit beeindruckender Begeisterung und Luftballon.

Ich verkrieche mich danach in die hinterletzte Ecke des Backstages, um meiner traurigen Bloggerkarriere zu unerwarteter Durchschlagskraft zu verhelfen. Während ich mich also mit voller Berechtigung zum einzigen Exemplar intellektueller Elite dieser Tour zähle, frönt Basti dem Besserverdiener-Klischee des einsamen Künstlers und krakelt seinen Zeichenblock mit Strichen und Kreisen voll. Kotsche und Olli entscheiden sich für das Wiesbadener Spaßprogramm und übernehmen mit dem Kinderkarnevalszug das Rathaus. Dem verköstigten Riesling scheint eine nicht unerhebliche Menge Batteriesäure beigemischt worden zu sein, Dr. Olli Awesome und Kotschlock Holmes verdächtigen den Typen im lebensgroßen Elefantenkostüm, können diese Theorie aber nicht verifizieren. Kotze hat wieder nichts anderes zu tun, als den Gymnastiklehrer zu geben und mit unserem Soundmann Alex die unter-30kg-Boxschule zu eröffnen. Das Allnachmittägliche Fresskoma wird dann von Thorsten, Kotsche, Stagemanager Lukas und meiner Wenigkeit auf dem Backstage-Sofa durchlebt, aber die anfängliche Trägheit weicht bald einer hemmungslosen Begeisterung für die im Fernsehen laufende Flamingo-Doku. Vor allem Kotsche schnallt ab und kann sein Glück kaum fassen.

Vor der Show wird dann erstmal zu Michael Jackson hart einer ausgetanzt. Jeder, der jetzt unseren Backstage jetzt betritt, verliert das letzte Bisschen Achtung vor dieser Band. Auch Wiesbaden macht den geilen Partybären, anscheinend sind wollige Ganzkörperkostüme nicht nur kleidsam, sondern auch gerade auf schwitzigen Metalkonzerten besonders angenehm zu tragen. Nico lässt sich als Alibi-Stagediver ganze 10cm durchs Publikum tragen, fordert aber anschließend lautstark seine Punker-Credibility ein. Um Punkt Mitternacht geht dann Olli's Mega-Birthday-Springbreak los, innerhalb der nächsten halben Stunde hat er mindestens zwölf mal Geburtstag, bekommt aber nur zwei Geschenke. Nach dem obligatorischen Prosecco-Anstoßinger wirbt Nico noch energisch für den Besuch der nahegelegenen 'Gangbang & Ecstasy' Party, die aber außer dem reißerischen Titel wenig Spannendes, dafür aber viel prätentiösen Elektro-Quatsch zu bieten hat. Im Bus werden dann alle Versuche, sich zur Nachtruhe zu begeben, von einem bestialischen Gestank unterbunden, dass es einem die Tränen in die Augen und die Luft aus den Lungen treibt. In der Annahme, auf von Maden überwucherte Tierkadaver zu stoßen, findet sich schließlich ein verwesendes Paar Schuhe. Febrez und Tigerbalsam retten uns für den Augenblick, aber ich sehe diese Tour ernsthaft in Gefahr. Naja, morgen erstmal lebend in Hannover ankommen.

14.02.2015
Actionhorns Callejon Tourblog – Tag 2: Karlsruhe

Als die wilde Fahrt nach Karlsruhe startet, wird die Nachtruhe erstmal jäh von gepeinigten Schreien untererbrochen, die ein gekreuzigtes Faultier vermuten lassen. Dann ist es aber doch nur unser Stagemanager Lukas, also eigentlich nicht so weit daneben geraten. Davon zu träumen, wie man Star Wars-like in einer Müllpresse zerquetscht wird, ist anscheinend nicht die erquickendste Erfahrung des Lebens, sagt allerdings auch einiges über Komfort und Geruchslevel in unserem Bus aus. Ähnlich bemitleidenswert ist auch mein Zustand am nächsten Morgen in Karlsruhe – überall Muskelkater aus der Hölle. Alles, was in meinem Körper weh tun kann, stellt diese Fähigkeit eindrucksvoll unter Beweis. Egal, einfach tapfer aus dem Bus kriechen. Auf dem Parkplatz vor dem Substage trainieren Kotze und Kotsche in bester Rocky-Balboa-Manier inklusive Situps, Seilchenspringen und und Mütze tragen. Verdammte Sport-Streber, ich rauche erstmal ne Kippe und genieße in narzisstischer Pose die einzigen drei Sonnenstrahlen, die Karlsruhe mir heute geben will. Thorsten hat immerhin auch ne geile Muskelzerrung und fährt zum Physiotherapeuten, ich hingegen kann nicht fassen, wie viele Stufen es bis hoch zum Backstage sind.

Wieder passiert dieses Unheil, das die Leute Soundcheck nennen, danach wird das Dinnerbuffet eröffnet. In meiner gnadenlosen Gedankenlosigkeit halte ich es für eine der besten Ideen überhaupt, 90 Minuten vor der Show das Sahne-Nudel-Käse-Überbackungs-Apfelkuchen-Eiskrem-Komplettprogramm zu absolvieren. Kotsche übt sich erst in unverhohlener Besserwisserei in Form von drei Reiskörnern mit Sauce, wird dann aber auch schwach, dieser entenhafte Heuchler. Danach: Teigfaust-Nudel-Koma auf dem Sofa. Ich kann meiner Fassungslosigkeit kaum Luft machen, als ich Kotsche mit Lukas über Candy Crush Saga fachsimpeln höre. Street Fighter oder nichts, ihr Amateure! Naja, man kann nicht aus jedem einen besseren Menschen machen. Ich versuche, meinen Kreislauf von Vitja und AnnIsOkay ankurbeln zu lassen, aber von der Seitenbühne sieht man nur Vorhang und hört nur Becken.

Dann halt wieder ins Bühnendress – es ist der zweite Tourtag und meine Stageklamotten haben mehr von fossilem Brennstoff als von Kleidung. Die Show heute ist unfassbar heiß, und die Karlsruher wissen einfach, was ein geiles Publikum ausmacht: Totales Ausflippen, unendlich lautes Mitsingen und extrem attraktive Flamingokostüme. Meine Aftershow-Dusche wird dann nochmal ein ziemliches Abenteuer: Tourmanager Lars erachtet es als seine wichtigste Pflicht, meine Duschkabine aufzubrechen, um pikantes Fotomaterial zu ergattern. Naja, es sei ihm gegönnt. Thorsten versucht dann noch, mir Prosecco unter die Dusche zu reichen, aber die Entfernung ist einfach zu groß... das Tourleben ist hart und voller Entbehrungen. Unser geiler Merch-Held Jappinger entlarvt dann noch so ein mieses Schwein von einem Merchandise-Dieb. Don't fuck with da Jappo, Bursche! Tonmann Alex nimmt die Sache mit dem Gewicht zulegen sehr ernst und verteilt beim Essen Pizzakäse und glänzendes Fett um Mund und Nase. Unsere Boys und die der anderen Bands treffen sich noch auf gekühlte Flüssigkeiten im Backstage, später rechne ich mit Jappo das Merch ab, was nach seiner Wodka-Super-Druckbetankung während des Abbaus eine ziemliche Herausforderung darstellt. Die Tour-Streber gehen zeitig ins Bettchen, und als im Bus nur noch kichernde und glucksende Gestalten inhaltslosen Quatsch von sich geben, mach ich auch den Schlafinger. Mal schauen, wer diese Nacht den taphephobischen Müll-Albtraum abbekommt.

13.02.2015
Actionhorns Callejon Tourblog – Tag 1: München

Wer wie ich ein Langschläfer ist, hat auf einer Callejon-Tour wenig zu lachen, denn zu den unheiligsten Morgenstunden werden hier schon lautstark beinharte Diskussionen um das morgendliche Sportprogramm und ähnliche Belanglosigkeiten geführt. Das war's also mit ausschlafen. Ich falle mehr aus dem Bus als dass ich aussteige, und als allererstes haut mir die bayrische Kälte gnadenlos eine runter. Aber grandioses Frühstück im Münchener Backstage entschädigt für alle wettertechnischen Entbehrungen. Die heißen Boys von Vitja trudeln auch schon ein und haben auch noch ein Geburtstagskind dabei.

Der Soundcheck dauert gefühlte zweieinhalb Ewigkeiten, aber es ist halt eine neue Tour mit neuem Setup und es müssen viele technische Baustellen bearbeitet werden, von denen ich zum Glück wenig Ahnung habe. Tourmanager Lars verdonnert mich und Kotsche dann zum spätnachmittäglichen Interviewtermin, was für mich der einzige Grund dafür ist, vorher noch unter die Dusche zu springen. Beim anschließenden Interview im Nightliner versuchen wir beide dann unsere fehlende Eloquenz durch mittelmäßigen Humor zu kaschieren, was natürlich nicht funktionieren kann. Naja, immerhin ist Zeit für's Abendessen und irgendwie ist dann auch schon der Zeitpunkt gekommen an dem man sich für die Show fertigmachen sollte. Auf einmal bin ich doch ein bisschen aufgeregt, auch der todesstarke Espresso unseres Tontechnikers Alex kann hieran wenig ändern.

Von Vitja sehe ich einen knüppelharten Song, bei AnnIsOkay werde ich dann endgültig vom Tourmanager in meine Bühnenklamotten zitiert. Also ab auf die Bühne, die Münchener sind geil drauf und es wird eine superfette Show. Tourauftakt ist geglückt, jetzt ist auch Zeit den Jungs von AnnIsOkay Hallo zu sagen. Vitja-Basser Mario's Geburtstag wird in geselliger Runde mit Prosecco gefeiert, später werden noch diverse Langgetränke im Tourbus und davor eingeworfen. Gegen 02:00 Uhr versuche ich mich wieder an dem lebensgefährlichen Aufstieg zu meiner Nightliner-Koje, diesmal in weiser Voraussicht mit geleerter Blase. Geil war's, nächster Halt: Karlsruhe!

11.02.2015
Actionhorns Callejon Tourblog – Tag 0: Düsseldorf

...und dann kam der Tag, an dem es hieß: „Wir brauchen einen Tourblog!“ und ich der Affe war, der sich nicht direkt mit Händen und Füßen gewehrt hat. Vom Gitarristen zum Blogger degradiert. Naja, es hilft ja nichts... ich verbringe den größten Teil des Tages fluchend mit meinem Tourkoffer und der Sockenschublade, danach steht ein entspannter Ausflug in die Düsseldorfer Innenstadt an: 20 Minuten vor Ladenschluss Bühnenschuhe finden. Perfekt, wenn man Gepäck für vier Wochen Tour dabei hat. Ich kaufe irgendwas, das an meine Klumpfüße passt.

Anschließend geht’s mit Sack und Pack zum Abendessen beim Portugiesen, wo ich mit den Worten „Die anderen mit dem ganzen Gepäck sind da hinten.“ zur illustren Runde aus Kotsche, Thorsten, Olli (Guitartech), Nico (Booker) und fünf Flaschen Superbock geführt werde. Dinge werden bestellt, Salziges wird verzehrt, Kotsche und ich teilen uns die Tiramisu wie ein verdammtes Rentnerehepaar.

Am Abfahrtsort ist dann die ganze Affenbande bereits versammelt und wird erstmal zu einem Crewbild vor dem Bus genötigt, kurz danach rollen wir los. Um meinen Opa-Tag perfekt abzuschließen, gibt’s noch einen Kräutertee und danach die geile Kletterpartie in die oberste Koje. Fünf Minuten nach Abfahrt muss ich pissen, na geil. Egal, morgen München, da wird alles geil.

Tag 0: Düsseldorf